VOB-gerechte und DIN-konforme Beschreibung der Bauleistung

VOB-gerechte und DIN-konforme Beschreibung der Bauleistung
Schiller-Blog - Der Schillernde Blick auf die Baubranche

VOB-gerechte und DIN-konforme Beschreibung der Bauleistung

03.05.2012

Die Leistungsbeschreibung ist kein Selbstzweck. Die Bauleistungen sind in Bezug auf Mengen und Qualitäten zu bestimmen, um sich vertraglich über deren Vergütung zu einigen. Es geht um Bauen und Geld. Abhängig von den konkreten Arbeiten, wodurch „eine bauliche Anlage hergestellt, instand gehalten, geändert oder beseitigt wird.“ (VOB/A § 1). Was kostet wie viel? Und das „Was“ hat es in sich. Abgeleitet aus den Bauteilen und deren Beziehungen mit ihren Mengen und Eigenschaften. Bauen ist vielgestaltig.

Grundsätzlich sollten die Bauleistungen v ollständig, e indeutig, n eutral, t echnisch richtig und o bjektindividuell beschrieben werden. Dieses VENTO-Prinzip sorgt für Qualitäts-, Kosten- und Vertragssicherheit. In der Einheit von baufachlicher Erfahrung und Wissen über die Regelwerke.

Bauleistungen werden in der Baupraxis mannigfaltig beschrieben. Sehr verbreitet sind selbst formulierte Leistungsbeschreibungen. Gerade Architekten lieben ihre individuellen Texte. Und Handwerker greifen gerne auf Texte der Hersteller zurück. Diese beraten über Produkte und betreiben Kundenbindung. Geliefert wird das Material und als Marketingservice die entsprechenden Leistungstexte. Bequem zum Kopieren für Angebote und Rechnungen. Der Standard und eine neutrale Sprache für alle am Bau Beteiligten ist das STLB-Bau. In untrennbarer Verbindung zum Regelwerk der VOB und den DIN-Normen. Aufgestellt von den Arbeitskreisen des GAEB und vom DIN herausgegeben. STLB-Bau und VOB sind zwei Seiten einer Medaille. Insbesondere die ATV’n, d.h. die A llgemeinen T echnischen V ertragsbedingungen der VOB Teil C. Ergänzt durch die technischen Anforderungen in Form von Normen, Zulassungen und technischen Spezifikationen (TS).

Das STLB-Bau ist nach Leistungsbereichen gegliedert. Analog ist die gewerkeorientierte Gliederung der VOB/C mit Hinweisen zur Leistungsbeschreibung, zu Stoffen und Bauteile. Angaben zur Baustelle und Ausführung. Eine Abgrenzung konkreter Nebenleistungen und Besonderer Leistungen sowie die bei Bauausführenden beliebten Aufmassregeln für die Abrechnung.

In den konkreten STLB-Texten werden meist die aktuellen DIN-Normen benannt. Und mit der europäischen Harmonisierung ändern sich die technischen Spezifikationen . Mit Folgen auch für die Leistungsbeschreibung. Eine dynamische Wechselbeziehung. Entscheidend sind dabei die Inhalte. Gefragt ist eine Vernetzung der Normeninhalte mit der Beschreibung der Bauleistung. Diese Wechselbeziehung von Beschreibung und zugrunde liegenden DIN-Normen bekommt der Praktiker jetzt in Griff: mit der neuen STLB-Bau Version 2012-04.

Die STLB-Bau Texte wurden über rund 20.000 Zuordnungen direkt mit relevanten Normeninhalten von über 1.000 DIN-Normen verkettet. Per Mausklick aufrufbar im Online-Baunormenlexikon. Ein völlig neuer Zugang über aktuelle Original-Auszüge aus den nationalen und internationalen Normen. Direkt aus den Positionen erfolgt der gezielte Zugriff auf die relevanten Normeninhalte. Ohne langes Suchen. Sozusagen „just in time“ über das Internet. Benötigt wird lediglich eine Online-Verbindung.

Rund 7.000 Original-Auszüge spiegeln die maßgeblichen Normen-Abschnitte wider. Teils erläutert oder bildhaft kommentiert. Alle enthaltenen Normen werden stets aktualisiert. Wird eine Norm zurückgezogen und durch eine neue ersetzt, so bietet das Baunormenlexikon die alte und die neue Norm sowie den Bezug zwischen den beiden Normen. Im direkten Vergleich zwischen alter und neuer Spezifikation werden die Ausschreibungstexte von STLB-Bau aktueller und verständlicher. Eine Art „learning by doing“.

Das Baunormenlexikon geht seit Mai als neue Version an den Start. Schneller und übersichtlicher mit neuen Paketen für Architekten, VOB, Rohbau, Ausbau, Trockenbau, Haustechnik usw. Eine thematische Suche über Klassifikationen ist jederzeit möglich. Dies ist auch die Grundlage für die modellbasierte Ausschreibung. Einer Vernetzung von „building information modelling“ (BIM), Leistungsbeschreibung und den DIN-Standards.

In alter Frische

Ihr Klaus Schiller


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