Webbasierte integrierte Daten für "BIM-Level 3"

Webbasierte integrierte Daten für "BIM-Level 3"
Schiller-Blog - Der Schillernde Blick auf die Baubranche

Webbasierte integrierte Daten für "BIM-Level 3"

02.06.2014

„BIM-Level 3“ klingt nach viel Theorie und wenig Praxis. Es wird auch reichlich theoretisiert. Man spricht auch synonym über „iBIM“ (integriertes BIM) oder gar vom „BIG BIM“. Und die „BIM-Levels“ widerspiegeln Entwicklungsstufen für das geistige Arbeiten mit Hilfe digitaler Gebäudemodelle. Diese Etappen für das Fortschreiten des modellbasierten Arbeitens sind eine Rückschau auf die letzten 20 Jahre und ein Blick auf das Kommende. Deshalb dienen sie auch dem Verständnis für die Zukunft des Bauens, weil es auf Vergangenes aufbaut.

Die „BIM-Levels“ wurden 2008 von Bew und Richards formuliert. In ihrem viel zitierten Diagramm stellten sie diese in den Prozess von Software und Informationen dar. Level 0 ist die Stunde Null für BIM. Es ist das „papierbasierte 2D-CAD“ und steht für ein „vor BIM“. In BIMThinkspace.com definiert Bilar Succar die Levels 1-3 vom „objektbasierten Modellieren“ über die „modellbasierte Kooperation“ zur „netzwerkbasierten Integration“. Ein für die Lehre wissenschaftlich treffend formuliertes Gedankengebäude. Fakt ist, dass in der komplexer werdenden Bauwirklichkeit die Anforderungen wachsen. Zum Thema BIM erleben wir derzeit einen vielschichtigen Prozess der Gärung und Klärung. Eine praktische Antwort darauf ist das „BIM einfach machen“.

Das Building Information Modeling ist ein internationaler Trend bei der Digitalisierung des Bauens. Dabei wird ein alter Grundsatz wieder aktuell: „Erst Planen, dann Bauen!“ Im Rahmen der „Reformkommission Bau von Großprojekten“ am 15. Mai formulierte es Minister Dobrindt zeitgemäß: „erst virtuell und dann real bauen“. Dabei geht ist in der Quintessenz um das räumliche Bauteilgefüge (3D-BIM) mit seinen vernetzten Informationen. Letztendlich leitet sich daraus die Wertschöpfungskette Bau ab. Von den Bauleistungen in ihrer zeitlichen Abfolge über die Bau- und Nutzungskosten bis zur ökologischen Bewertung im Lebenszyklus der Bauwerke.

Der Mehrwert von 3D-BIM steigt in dem Maße, wie die Bauteileigenschaften nach Standards klassifiziert sind. Hierzu erfolgte am 26.5.2014 in Berlin der Kick-off für die DIN SPEC 91400. Diese BIM-Klassifikation nach STLB-Bau ist ein bausemantisches Ordnungssystem für die Bauteilspezies. In der Einheit von menschen- und maschineninterpretierbaren Inhalten sind diese mit den IFC-Elementen nach der ISO 16739 verknüpft. Im Geschäftsplan mit DIN wurde die Veröffentlichung in Deutsch und Englisch für das Jahresende festgelegt. Dies erfolgt über die XML-Sprache in der Form einer IFC4-Katalogdatei.

Des Weiteren werden internationale und nationale Klassifikationen, wie z.B. OmniClass, UniClass, DIN 276, STLB-Bau u.a. damit verkettet. Mit der DIN SPEC 91400 steht zeitgleich die DBD-BIM Online Schnittstelle für das einfache und direkte Einbinden in fachspezifische Applikationen zur Verfügung.

Webbasierte integrierte Daten für BIM-Level 3 ist ein sehr hoher Anspruch. Sie müssen mobil nutzbar und IFC-konform sein. Der Schlüssel zur webbasierten Integration sind die Bauteileigenschaften nach der DIN SPEC 91400. Durch diese Bauteilsemantik lässt sich ein vielfältiges BIM-integriertes Fachwissen vernetzen, das beim Bearbeiten des räumlichen Bauteilgefüges (3D-BIM) aktiv nutzbar wird. Und besonders effektiv ist das zeitgleiche Ableiten von Leistungs-und Kostenstrukturen in Form konkreter Mengen- und Wertgerüste.

In alter Frische

Ihr Klaus Schiller

Zum Download: Webbasierte_integrierte_Daten_BIM.pptx


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