Auf ein gesundes, friedliches und kalkulationsfreudiges Neues Jahr 2011

Auf ein gesundes, friedliches und kalkulationsfreudiges Neues Jahr 2011
Schiller-Blog - Der Schillernde Blick auf die Baubranche

Auf ein gesundes, friedliches und kalkulationsfreudiges Neues Jahr 2011

04.01.2011

Auf jedes Ende folgt wieder ein Anfang. Und das alte Jahr endete, wie es begann. Mit viel Schnee. Die scheinbare Rückkehr zum Alten. Immer wieder beeinträchtigt der Winter den Bau. Winterliche Witterung ist kein schlechtes Wetter. Jedoch unangenehm zum Bauen. Die Qualität leidet und die Kosten steigen. Winterbau-Schutzmaßnahmen können mit STLB-Bau im LB 098 extra ausgeschrieben werden. Auch eine vertragliche Sicherheit für die Vergütung. Aber dennoch: Viele witterungsabhängige Baufirmen schließen vor Weihnachten ihre Baustellen. Stellen zum Jahresabschluss noch ihre Rechnungen und schicken Ihre Leute in den Winterschlaf. Doch in 2010 kam der Bau schon in der 1. Adventswoche zum Erliegen.

Dachdecker konnten nur bei Lebensgefahr auf ein Steildach. Dafür wurden Flachdächer freigeschaufelt. Vom Strassen- und Tiefbau ganz zu schweigen. Bauleistungen für die Rechnungslegung und geplanter Umsatz fehlen. Unter freiem Himmel zu produzieren ist eben etwas Besonderes. Bauen ist auftrags-, standort- und witterungsabhängig.

Das Jahr 2010 war aufgeteilt in 2 + 4 + 6 = 12 Baumonate. 1/6 Regen, 1/3 Winter und 1/2 normales Bauwetter. Für das neue Jahr 2011 wünsche ich dem Bau mindestens 9 Monate gute Bauwitterung. Verbunden mit einer sehr guten Auftragslage. Das psychologische Umfeld ist positiv. Die Mehrheit ist optimistisch und Wirtschaftswachstum ist angesagt. Möge 2011 ein kalkulationsfreudiges Jahr werden. Mit Bauaufträgen, die mehr als nur die Kosten decken.

Kalkulationsfreude in doppelter Hinsicht. Freudig Kalkulieren und sich am Ergebnis der Kalkulation erfreuen. Das Ermitteln der Kosten für die auszuführenden Bauleistungen ist projektspezifisch. Ein aufwendiger Prozess mit einer Vielzahl verketteter Mengen und Werte. Komplex verknüpft werden technische Qualitäten und kaufmännische Bewertungen. Eine ernsthafte Tätigkeit im Wandel. Langsam, aber sicher vollzieht sich ein Wechsel von der klassischen zur modellbasierten Kalkulation. Angebots- und Arbeitskalkulation werden graphisch und rechnerisch erlebbarer. Für 2011 sind neuartige Lösungen zu erwarten. Die praktische Nachfrage wird in der Arbeitskalkulation und Abrechnung am höchsten sein. Für die Angebotskalkulation ist das modellbasierte Kalkulieren bei funktionalen Ausschreibungen und als Marketinginstrument gefragt.

Das praktische Kalkulieren am Bau erfolgt über 3 Wege. Ob klassisch oder modellbasiert.

Kennzahlenkalkulation - Fixpreiskalkulation - Zuschlagskalkulation

  1. Die Kennzahlenkalkulation beruht auf gebündelten Erfahrungswerten. Sie ist schnell und ungefähr "rough and dirty". Es wird ein Wert mit +/- x % Wahrscheinlichkeit generiert. Ein Fluch der ersten Zahl. Kalkuliert wird mit zusammengefassten Preis- oder Kostenwerten in Euro. Bezogen auf m3 BRI, m2 BGF, m2 WF oder auch über den Umsatz je Lohnstunde.
  2. Die Fixpreiskalkulation erfolgt über Positionen mit Menge * Preis * Faktor. In der Regel werden die Mengen detailliert angepasst. Aufgegliederte Mengen kombiniert mit globalen Preisen. Vorkalkuliert oder vom Markt abgeleitet. Die Faktoren sind Zu- oder Abschläge. Eine Art Auf- und Abgebot, wie sie bei Zeitvertragsarbeiten üblich sind.
  3. Die Zuschlagskalkulation vereint detaillierte Einzelkosten der Teilleistungen (EKT) und Umlagen. Nach Kostenarten, wie Löhne, Stoffe, Geräte etc. gegliedert. Die Umlagen für die Positionen werden über Zuschläge berechnet. Global und betrieblich vorbestimmt. Oder auftragsdynamisch für einen konkreten Deckungsbeitrag bzw. einer Angebotsendsumme mit spezifischen Baustellengemeinkosten.

Die modellbasierte Zuschlagskalkulation bietet eine doppelte Freude am Kalkulieren. Zum einen werden aus Zeichnungen (pdf- oder Bilddatei) modellbasiert Mengen und Leistungen generiert. Zum anderen wird automatisch das Leistungsverzeichnis über eine dynamische Zuschlagskalkulation berechnet. Im Einklang mit eigenen Favoriten und Erfahrungswerten. Realisiert mit DBD-Kostenkalkül und neXtbau. Zu erleben auf der BAU 2011 in München.

Ich wünsche Ihnen für 2011 Gesundheit, Freude und Erfolg. Nicht nur beim Kalkulieren.

In alter Frische!

Ihr Klaus Schiller


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