Die beschreibende Einheit von Graphik und Alphanumerik am Bau

Die beschreibende Einheit von Graphik und Alphanumerik am Bau
Schiller-Blog - Der Schillernde Blick auf die Baubranche

Die beschreibende Einheit von Graphik und Alphanumerik am Bau

01.04.2014

Aus Strichen, Buchstaben und Ziffern werden Daten in Form von Zeichnungen, Texten und Zahlen kombiniert. Im baufachlichen Zusammenhang ergeben diese einen Sinn. Durch das inhaltliche Strukturieren und Verknüpfen der Bau Daten entstehen informierende Netzwerke. Darin pulsiert die Ermittlung der Bauleistungen und Baukosten als Folge von Quantitäten und Qualitäten.

Baukosten „erwachen“, wenn Bauleistungen auszuführen sind. Dafür sind die Leistungen mit ihren Mengen und Eigenschaften zu beschreiben. Sie verursachen die Mengen- und Wert-Gerüste für die Einzelkosten und Baupreise. Aber ursächlich sind sie eine Ableitung aus dem räumlichen Bauteilgefüge. Sie sind Ziel und Start in einer Informationskette, wo graphische und alphanumerische Beschreibungen und Berechnungen miteinander verwoben sind.

Ein pragmatisch-effizienter Weg zur Leistungsbeschreibung führt über eine ganzheitliche Kombination von Graphik und Alphanumerik. Während die Graphik eine beschreibende Technik für Zeichnungen ist, aus denen sich über den Maßstab Berechnungen ableiten lassen, verbirgt sich in der Alphanumerik schon der duale Charakter von Beschreiben und Berechnen. Deshalb sind die Vorzüge beider Verfahren bei der Definition des räumlichen Bauteilgefüges miteinander zu verbinden. Als Denkansatz dienen die mathematischen Strukturen der Geometrie. Deren Elemente sind Punkte, Linien, Flächen und Räume.

Räume: Die räumlichen Zusammenhänge eines Bauwerkes sind am besten grafisch zu beschreiben. Sie lokalisieren die Bauteile und deren gemeinsamen Beziehungen. Zum Beispiel verdeutlicht der Grundriss eines Geschosses mehr als jeder Text. Ein bauliches Gebilde versteht man sofort im Bild, flankiert mit dem geometrischen Hintergrund.

Flächen: Flächenbauteile begrenzen Räume. Im baupraktischen Sinne sind diese Bauteile, wie z.B. Wände, Decken, Dach Beläge, Bekleidungen vor allem durch eine spezifische Schichtenstruktur geprägt. Deren qualitativer Aufbau lässt sich sehr gut alphanumerisch beschreiben. Die quantitativen Flächeninhalte dagegen werden grafisch über Koordinaten sehr schnell modellbasiert berechnet.

Linien: Linienbauteile begrenzen Flächen. Oft sind es bautechnische Schnittstellen zwischen Bauteilen, wie z.B. First, Traufe, Deckenränder. Deren Mengen ergeben sich aus dem räumlichen Bauteilgefüge. Die Beschreibung der Qualitäten erfolgt alphanumerisch.

Punkte: Punktuelle Bauteile stehen symbolhaft für zählbare Einbauelemente. Dies sind z.B. Fenster, Türen, technische Anlagen, die bildhaft alphanumerisch zu beschreiben sind.

Modellbasiert lassen sich graphische und alphanumerische Beschreibungen hervorragend vernetzen. Sie bedingen einander förmlich. Textlich definierte numerische Merkmale, wie z.B. Tür Höhe und Tür Breite sind glänzend geeignet mit der graphischen Wandöffnung zu kommunizieren. Aufgrund der modellbasierten Leistungstexte von STLB-Bau wird das in der BIM-Anwendung mittels DBD-KostenKalkül zur Ermittlung von Bauleistungen und Baukosten praktiziert. Im optimalen Mixen von Grafik und Alphanumerik liegt der beschreibende Clou.

In alter Frische

Ihr Klaus Schiller

Download: bautec-Vortrag zur BIM-Klassifikation nach STLB-Bau


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