Nach einem guten Jahr 2008 erwarten wir mit Spannung das Jahr 2009

Nach einem guten Jahr 2008 erwarten wir mit Spannung das Jahr 2009
Schiller-Blog - Der Schillernde Blick auf die Baubranche

Nach einem guten Jahr 2008 erwarten wir mit Spannung das Jahr 2009

02.01.2009

Himmelhoch jauchzend - zu Tode betrübt. Ein Wechselbad der wirtschaftlichen Gefühle in 2008. Am Anfang war verhaltener Optimismus. Dann kam die Konjunktur stärker als erwartet. Und sie wurde eher weggeredet als gedacht. Die Bauindustrie warnte am 25.11.2008 vor "übertriebenen Konjunkturpessimismus" bei klaren Fakten: "Bauinvestitionen um 7,5 % höher, Umsätze mit 3,6 % im Plus, Auftragseingänge um 4,5 % gestiegen".

Aber Wirtschaft ist zu 50% Psychologie. Und Unsicherheiten sind schlechte Begleiter.

Mit dem Platzen der globalen Spekulationsblase kam die Ungewissheit. Am Ende stand die Finanzkrise. Das Wort des Jahres 2008. Ausgelöst durch betrügerische "Geldballsysteme". Globale Hütchenspieler berauschten sich an gepanschten Finanzcocktails. Gierig vereint in hemmungslosen Spekulationen durch Wetten auf zukünftige Ereignisse. Schon Augustinus sagte: "In der Spekulation erblicke der Mensch die Wahrheit wie in einem dunklen Spiegel." (Wikipedia)

Und dunkle Wolken zogen am Bau über die Stoffkosten. Die Spekulanten haben sich in den Rohstoffmärkten ausgetobt. In den Sommermonaten war der Höhepunkt. Mit der Finanzkrise verdampften das Geld, die Nachfrage und scheinbar auch die Rohstoffspekulation. Zum Vergleich nur folgende Rohstoffe (vgl. manager-magazin.de):

  2005  August 2008  29.12.2008 
Erdöl (je Barrel)  ca.  40  31  €  145  90  €  39  27  € 
Kupfer (je Tonne)  ca.  4000  2310  €  8500  5310  €  2900  2040  € 
USD($) / Euro(€)  ca.  1,3  $/€  1,6  $/€  1,43  $/€ 

Der Erzeugerpreisindex für Betonstahl (vgl. Statistisches Bundesamt 2000=100%) sagt eine ähnliche Tendenz:

150%  (2005) 
380%  (August 2008) 
200%  (Dezember 2008) 

Wohl dem, der seinen Schrott im August verkauft hat.

Bei den Baustoffpreisen sieht es oft anders aus. Rauf geht es fix, aber runter geht meist nix!

Die Baustoffpreise sind in 2008 wieder gestiegen. Nicht nur die Einstandspreise. Auch die Transportkosten. Oft gibt es eine neue Position auf der Materialrechnung. Die Maut. Diese Kostensteigerungen von ca.10 bis 20% der Baustoffe entsprechen bei ca. 30 % Umsatzanteil 3-6% Baupreisanteil. So schmolz manch kalkulierter Gewinn wieder weg. Letztendlich wurde Geld verbrannt. Es geht ebenso ohne zertifizierte Finanzprodukte.

Auftragsbezogen konnte es sehr extrem werden. Zur falschen Zeit am falschen Auftrag. Der Betonstahl ist allein im Mai um 35% gestiegen. Lieferanten boten nur noch Tagespreise an. Kein Einzelfall, ebenso bei Bitumen, Edelhölzern usw. Preisgleitklauseln für Stoffe, die mehr als 1% der Angebotssumme betreffen, wurden wieder gefordert.

Im Juli galt die Ölpreisentwicklung noch als Konjunkturkiller (vgl. Spiegel 17.7.08). Und das Institut der deutschen Wirtschaft prognostizierte 2,5% Wirtschaftswachstum. Heute sind die Rohstoffe massiv billiger und das IfW erwartet den größten Wirtschaftseinbruch. Wirklichkeit und Propaganda. Keiner kennt die Zukunft. Aber alle reden mit.

Wie lauten denn die Fakten der bauwirtschaftlichen Gegenwart? Der Immobilienmarkt in Deutschland ist nicht überhitzt. Er gilt sogar als unterbewertet. Es gibt ein Rettungspaket für Banken, ein erstes und im Januar zweites Konjunkturprogramm der Bundesregierung sowie einen kommunalen Investitionsstau. Man spekuliert sogar, ob die Kapazitäten der deutschen Bauwirtschaft dafür ausreichen. Die Rohstoffpreise und die Baugeldzinsen (ca. 4%) sind gefallen. Es gibt Bedarf an einer energetischen Bausanierung. Soll man da jammern?

Das Jahr 2009 hat angefangen. Wie es wird, werden wir sehen. Es zu gestalten liegt in unserer Verantwortung. Wir investieren weiter und stecken den Kopf nicht in den Sand. Ich verspreche Ihnen eine Vielzahl neuer Lösungen zu Ihrem Wohle. Mehr Inhalte. Vielfältiger vernetzt. Intelligent mit den Geschäftsprozessen integrierbar. Und noch einfacher nutzbar. Dabei wird der 1.7.2009 ein bedeutender Tag sein.

Ich wünsche Ihnen alles Gute, Gesundheit, persönliches Glück und gute Geschäfte.

In alter Frische!

Ihr Klaus Schiller


Kommentare (0)

Kommentar abgeben:
Name
Überschrift
Kommentar
Bitte geben Sie die Zeichen ein, die rechts im Bild angezeigt werden:
www.bauprofessor.de - Die neue Suchmaschine für Baufachinformationen Home | Kontakt | Impressum