Raumstrukturen und Bauteile sind das zentrale Thema von BIM und Raumbuch

Raumstrukturen und Bauteile sind das zentrale Thema von BIM und Raumbuch
Schiller-Blog - Der Schillernde Blick auf die Baubranche

Raumstrukturen und Bauteile sind das zentrale Thema von BIM und Raumbuch

01.03.2012

Bauwerke setzen sich aus Bauteilen zusammen und dabei entstehen Räume. Raumstrukturen und Bauteile bilden eine Einheit. Die „Dualität von Raum und Hülle“. Gebaut wird die Hülle und genutzt wird der Raum. Der gebaute Raum wird im Raumbuch beschrieben. Eine Charakteristik der Räume im fertigen Zustand und im Zusammenhang mit dem Bauwerk als Ganzes. Die Räume werden darin mit ihren Eigenschaften und ihrer Ausstattung aufgelistet. Und die Raumeigenschaften leiten sich aus der Beschaffenheit seiner Hülle in Form von Bauteilen ab.

Raumbücher verbinden Pläne und Baubeschreibungen. Sie dienen der Orientierung und Transparenz von Funktionen, Flächen und Rauminhalten. Als Nachschlagewerk und Kontrollinstrument von Kennwerten. Eine Dokumentation für die Bemusterung von Qualitäten. Das Raumbuch ist ein klassisches Arbeitsmittel zur Kosten- und Leistungsverrechnung.

Die funktionellen Anforderungen an die Räume und deren gestalterische Qualität wird über die Beziehungen von Bauteilen mit deren Mengen und Eigenschaften erzielt. Genau dies ist der modellbasierte Ansatz von BIM. Bauteilorientiert werden für Bauwerke die räumlichen Beziehungen mit deren Mengen und Eigenschaften abgebildet.

Die Daten aus dem Building Information Modeling (BIM) lassen sich offen über IFC-Dateien austauschen. Vom Inhalt her ist das ein raum- und bauteilorientierter Datenaustausch. Eingebettet in einer unheimlichen Datenwolke mit einer Unmenge von Informationen, wie z.B. modellierter Blätter von Bäumen oder geometrischer Details von Wasserhähnen. Damit wird die Auswertung von IFC-Daten kompliziert. Ein sehr ernstes Hindernis für die praktische Anwendung. Eine IFC-Datei ist bis zu 1000-mal größer als eine GAEB-Datei.

Das Wesentliche sind aber die Raumstrukturen und Bauteile. Eine zentrale Sicht auf BIM ist damit das Raumbuch. Das Raumbuch als IFC-View ist des Rätsels Lösung für einfache Anwendungen von BIM. Durch Extraktion der IFC-Datei. Der Extrakt ist eine Raumbuchdatei. Die Verwandlung erfolgt über einen Modellkonverter. Und das Ergebnis ist eine GAEB DA 61 XML. Diese Datei ist einfach darstell- und auswertbar.

Dadurch wird der internationale openBIM Standard IFC mit dem deutschen Standard GAEB DA XML verkettet. Den praktischen Beweis haben wir mit Prototyplösungen zur IFC-GAEB Datei-Konvertierung und für einen Raumbuch-Editor zum Bearbeiten von IFC-Modellen erbracht. Dies ermöglicht eine Vielzahl neuer IT-Lösungen für mittelständische Unternehmen und Handwerker. Im Rahmen der Ausführung von Bauleistungen und FM-Dienstleistungen. Von der Kalkulation bis zur Abrechnung.

Das modellbasierte Arbeiten mit BIM wird praktisch einfach. Im Marketing der Bausoftwarebranche wird fortlaufend geBIMmelt. Auch mit Dynamischen BauDaten. Nicht aus CAD-Sicht, sondern aus dem Blickwinkel von Kosten und Leistungen. Inspiriert von Goethes Faust möchte ich dazu nur sagen:

„Solch ein GeBIMmel möcht’ ich sehen,
wo Kosten und Leistungen aus Zeichnungen entstehen.“

Die Raumstrukturen haben eine Hülle. Und die verursacht mit ihren Bauteilen die Kosten beim Bauen und Betreiben der Bauwerke. Raumstrukturen und Bauteile sind der gemeinsame Nenner von BIM und Raumbuch. Über Standards verkettet werden wir noch tolle Anwendungen erleben.

In alter Frische!

Ihr Klaus Schiller


Kommentare (0)

Kommentar abgeben:
Name
Überschrift
Kommentar
Bitte geben Sie die Zeichen ein, die rechts im Bild angezeigt werden:
www.bauprofessor.de - Die neue Suchmaschine für Baufachinformationen Home | Kontakt | Impressum