Im Mittelpunkt von BIM steht das I – die Information!

Im Mittelpunkt von BIM steht das I – die Information!
Schiller-Blog - Der Schillernde Blick auf die Baubranche

Im Mittelpunkt von BIM steht das I – die Information!

01.10.2013

BIM - Building Information Modeling: Zwischen Building und Modeling steht Information. „Information ist Wissen in Aktion.“ Und Tätigkeiten beim Planen, Bauen und Betreiben von Bauwerken benötigen und erzeugen Informationen. Das Modeling ist ein Transfer von Wissen. Es verringert die Ungewissheit zum Bauwerk. Aus den Räumen und seinen raumbildenden Bauteilen werden vielfältige Informationen abgeleitet. Sie sind der Weg und das Ziel von BIM. Die Triebkraft für die praktischen Anwendungen. Mit verschiedenen Sichten von Anwendern, die BIM-Inhalte miteinander austauschen wollen. Und in deren Mittelpunkt stehen die raum- und bauteilkonkreten Daten.

Das BIM Einfache, was so schwer zu machen ist. Derzeit sind es zumeist schöne Abbilder in 3D-Geometriemodellen. Vielfach ohne Qualitäten, Nutzungs- und Rauminformationen. Für die modellbasierte Arbeitsweise und der Vernetzung der am Bau Beteiligten sind aber die Daten von Bedeutung. In den BIM- Applikationen wird modelliert und über eine IFC-Datei werden die Daten ausgetauscht. IFC offenbart die ordnende Struktur von BIM. Vom Wesen her dual in Kombination eines konkreten und abstrakten Ordnungssystems.

Das Konkrete ist eine hierarchische Gliederung von Grundstück – Gebäude – Geschosse – Räume - Elemente/Bauteile. Diese Objekttypen sind mit verschiedenen Eigenschaften, wie Geometrie, Bauteilqualitäten, Nutzungsarten oder Raumausstattungen definierbar.

Das Abstrakte ist ein funktionales System, wo fast „Alles mit Allem“ in Beziehung gesetzt werden kann. Auch rekursiv! Aus endlichen Elementen und endlichen Regeln lassen sich unendliche Ableitungen bilden. Analog zu unserer Sprache. Aus semantischen Worten und den Regeln der Grammatik werden endlos individuelle Texte geschöpft.

Das dualistische Ordnungssystem von IFC ist der Segen und Fluch von BIM zugleich. Ein IFC-Experte machte mir dies deutlich als er sagte: „mit IFC kann theoretisch auch ein Hubschrauber modelliert werden.“ BIM und Hubschrauber? Ein Gedanke, der sofort verfliegt, wenn mit den baufachlichen Inhalten modelliert wird. Abstrakte Strukturen werden in der praktischen Anwendung von der Datensubstanz gesteuert. Ein geistiger Prozess, der bei BIM nur baukonkret erfolgen kann.

BIM-Applikationen vereinen das räumliche und funktionale Ordnungssystem im IFC-Schema. Dies erfolgt durch Algorithmen und Datenstrukturen. Aus Regeln und Daten werden digitale Gebäudemodelle erzeugt, um daraus wieder mit Regeln neue Daten abzuleiten. Diese BIM-Inhalte dienen einem bauspezifischen Sinn. „Inhalt kommt von innen“ und deshalb benötigen BIM-Objekte wie Räume oder Bauteile eine eigene „Intelligenz“. Originär und nicht nur einen Stellvertreter für irgendetwas in Form von Proxy-Elementen mit leerem Wissen.

Konkrete Räume und Bauteile sind charakterisiert durch vielfältiges Wissen verschiedener Fachbereiche, wie z.B. der Statik oder Kostenberechnung. Die Räume müssen zahlreiche Nutzungsanforderungen erfüllen. Dafür sollten die raumbildenden Bauteile die adäquaten Eigenschaften besitzen. Ausgedrückt in Daten erhalten sie in BIM ihre Bedeutung. Diese Informationen erzeugen im Zusammenwirken mit BIM ein vielfältiges Wissen. Vernetzt über bausemantische Ordnungssysteme organisieren die Informationen den BIM-Erfolg.

In alter Frische

Ihr Klaus Schiller

Weiterführende Fachinformationen:
Bauteile, Bauwerk, BIM, Daten, IFC, Information, Räume

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