Am Anfang von Planen und Bauen steht der bezahlbare Bauwille

Am Anfang von Planen und Bauen steht der bezahlbare Bauwille
Schiller-Blog - Der Schillernde Blick auf die Baubranche

Am Anfang von Planen und Bauen steht der bezahlbare Bauwille

01.07.2011

"Bauen ist eine Lust, nur kostet es Geld." Bauen will bezahlt sein. Die Vorhersage der Kosten ist nicht zu unterschätzen. Sie sollte vom Ziel her mit Sorgfalt erfolgen. Denn: "Bauen ist eine Lust, hätt ich gewusst, was es gekust, dann hätt ich es sein gelust." Dieser Spruch an einem alten Dresdner Gebäude offenbart die banale Wirkung der Baukosten auf die Seelenlage.

Kalkulatorisch setzen sich die Kosten aus dynamischen Mengen-Wert-Gerüsten zusammen. Sie sind zeitlich in Bewegung. Dabei abhängig von der Qualität und dem Ort des Bauens. Praktisch erfolgreich ist eine vorausschauende Kostenberechung nur mit System. In der Einheit von Vor- und Nachkalkulation gibt es methodisch dafür zwei prinzipielle Wege:

  1. Statistisches Rückwärtsrechnen: Bauwerksbezogene Kostenkennwerte
  2. Modellbasiertes Vorwärtsrechnen: Bauteilorientierte Kostenverkettung
Beide miteinander kombiniert ergeben eine pfiffige Lösung. Zukunft trifft Vergangenheit. Schnell und allgemein im Dialog mit gründlich und konkret. Auf das Bauwerk bezogene Kostenkennwerte sind durch Auswertungen, aber auch modellbasiert ermittelbar.

Und die statistischen Erfahrungswerte vermitteln dabei ein Zahlengefühl zur Plausibilitätskontrolle. Statistische Kostenkennwerte beruhen auf der Auswertung realer Bauprojekte der Vergangenheit. Hervorzuheben ist hierfür das BKI - Baukosteninformationszentrum Deutscher Architektenkammern. Komplexe Kostensachverhalte werden z.B. auf m³ Brutto-Rauminhalt (BRI) oder m² Brutto-Grundfläche (BGF) bezogen. Mittelwerte für Gebäudearten mit einer mehrdeutigen Streubreite. Bedingt durch verschiedene Baujahre und Standorte. Aktiviert in ungleichen Auftragsverhältnissen zwischen AG und AN. Und begründet durch die Bauwerke in ihren variablen Strukturen mit mannigfaltigen Mengen und Eigenschaften. Aber ein Wert von 480 €/m³ BRI oder 1.250 €/m² BGF hat seinen kalkulatorischen Zauber. Eine Preiskennzahl, die mit einer globalen Menge beschleunigt wird. Es wird von einem Ganzen auf ein anderes Ganzes über eine variable Menge geschlossen. Auch ohne Skizze oder Plan sind Kostenaussagen schnell möglich. Erkauft mit dem Fluch der Kostenunsicherheit entsteht so manches planerisches Irrlicht. Darum sind die Kosten detaillierter zu ermitteln.

Modellbasiert können Kosten über die Bauteile mit ihren Mengen und Eigenschaften berechnet werden. Das Bauwerk ist ein Beziehungsgeflecht von Bauteilen. Am Besten in Bildern erkennbar. Die zeichnerische Klärung schafft Klarheit. Sie ist die Basis für die Kostenberechnung. Es reichen schon skizzenhafte und maßstäbliche Gebilde. Diese Art des Vorwärtsrechnens aus bildhaften Strukturen heraus ist sehr effektiv. Insbesondere bei einer systematischen und mit offenen Standards praktizierten Art und Weise. Über ein building information modeling (BIM), welches als openBIM für die Anwender geöffnet und mit dem IFC-Datenaustausch nutzbar ist. Ein auf die Kosten bezogener BIM-Manager.

Mit Dynamischen BauDaten wurde dies über die Kalkülmethode von Leibniz umgesetzt. In der neuen Generation von DBD-Kostenkalkül ist dies noch einfacher und variationsreicher möglich. Verknüpft mit einem integrierten Editor für eigene Bauteilkataloge. Komplettiert durch IFC-, GAEB- und Excel-Exporte. Vergleiche www.dbd-online.de Begeistern Sie sich selbst. Aus Bildern entstehen modellbasiert Leistungsverzeichnisse mit Mengen und Kosten. Hintergrundbild (z.B. PDF, JPG) einlesen, Referenzmaß festlegen, graphisch mit Linien oder Symbolen beschreiben und fertig ist das alphanumerische Leistungsverzeichnis. Oder die Kostenberechnung nach DIN 276. Die Eigenschaften der Bauteile sind voreingestellt, können sehr variabel verändert und mit eigenen Daten komplettiert werden.

DBD-Kostenkalkül ist ein openBIM. Ein digitales Bauwerksmodell und ein bauteilorientiertes Ordnungssystem. Verkettet mit Leistungs- und Kostenrezepturen. Aufgegliedert in Stunden, Löhne, Stoffe, Geräte und Sonstige Kosten. Dadurch können aus Bildern und Skizzen auch Stunden- und Materiallisten entschlüsselt werden. Ein "Kalkülieren" der besonderen Art. Komplexe Kostenkennwerte können mit detaillierten Teil- bzw. Einzelkosten untersetzt werden. Eine neue Qualität der Kostenberechnung. Ebenso für Angebotskalkulationen von Ausführenden hervorragend geeignet. Ein rundum schnell und klar kalkulierbarer Bauwille.

In alter Frische!

Ihr Klaus Schiller


Kommentare (1)

Brigitte Fahlisch: Genial geschrieben
11.07.2011 11:30 Uhr

Habe Sie beim "bauprofessor" entdeckt. Bin begeistert.
Freue mich schon auf Ihren nächsten Artikel.
Freundliche Grüße

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