BAU 2009 - Trends am Bau und von Wirtschaftskrise keine Spur

BAU 2009 - Trends am Bau und von Wirtschaftskrise keine Spur
Schiller-Blog - Der Schillernde Blick auf die Baubranche

BAU 2009 - Trends am Bau und von Wirtschaftskrise keine Spur

02.02.2009

Die Bau in München ist eine erstrangige Messe der europäischen Bauwirtschaft. Die Fakten für 2009: 1924 Aussteller aus 42 Ländern und 211.000 Besucher mit 36.000 internationalen Gästen. In den Medien war davon nichts zu hören. Merkwürdig bei dem Besucheransturm. Aber für die Baubranche ein gutes Zeichen. Auch wir waren als Aussteller gespannt und wurden sehr positiv überrascht. Trotz Wirtschaftskrise hatte die Bau 2009 ihr bestes Ergebnis in ihrer 40jährigen Geschichte. Aussteller und Fachbesucher waren optimistisch gestimmt und zufrieden. Das Jahr 2009 hat für den Bau ungeachtet des kalten Januars gut begonnen.

Drei Trends am Bau sind auf dieser Messe deutlich geworden.

  1. Bauen im Bestand gewinnt immer mehr an Bedeutung
  2. Nachhaltiges und energieeffizientes Bauen
  3. Bauen und der demographische Wandel

1.

 

Im Baubereich liegt das Bauen im Bestand deutlich vor dem Neubau. Dabei sind nicht nur die Baureparaturen mit Leistungen für Instandhaltung und Instandsetzung gemeint. Sondern vor allem die Modernisierung mit der Sanierung und Erneuerung der Bauwerksteile wie Dach, Bad, Fassade, Heizung, Fenster usw. Und zunehmend mehr die Rekonstruktion kompletter Bauwerke mit integriertem Rückbau, Um- und Anbau. Ein gewaltiges Marktvolumen für Baufirmen und Baustoffhandel. Im Altbaubestand schlummern die Potenziale der Bauwirtschaft. Von der energetischen Sanierung bis zur Umnutzung. Im Wohnungs- und Gewerbebau. Und mit dem Konjunkturpaket wird 2009 vor allem der öffentliche Bau wachsen.

 

2.

 

Nachhaltiges und energieeffizientes Bauen liegen im Trend. Gebaut wird für die Zukunft. Und Bauwerke sind keine kurzlebigen Wirtschaftsgüter. Ihr Lebenszyklus ist von längerer Dauer. Den einmaligen Baukosten stehen die laufenden Kosten des Betreibens gegenüber. Der Frost und die ausbleibenden Gaslieferungen aus Russland sensibilisierten am Jahresanfang zusätzlich. Die Steigerung der Energieeffizienz ist ein Schlüssel zur Lösung unserer Energieprobleme. Nach Prof. Hauser von der TU München könnten allein 640 Mrd. kWh eingespart werden, wenn allein der Wohngebäudebestand auf 35 % Verbrauchsminderung energetisch saniert würde. Aber Nachhaltigkeit ist mehr. Es geht um den Schutz der Ressourcen und die Qualität verschiedener Kriterien. Baustoff- und Gebäudedaten mit ganzheitlichen Bewertungen. Von Baubiologie, Ökologie, Ökonomie bis hin zur soziokulturellen Qualität. Auf der Bau 2009 wurde ein deutsches Gütesiegel für nachhaltiges Bauen eingeführt. Eine Art Zeugnis für den Immobilienmarkt. Siehe www.dgnb.de

 

3.

 

Der Werdegang der Bevölkerung prägt die Zukunft des Bauens. Die Altersentwicklung wird zum Wirtschaftsfaktor. Dem demografischen Wandel folgt ein Wandel des Wohnens. Viele Ruheständler wollen lange zu Hause wohnen. Altersgerechte Immobilien werden benötigt. Barrierefreiheit ist dabei nur ein Thema. Betreutes Wohnen und häusliche Pflege ein anders. Neue Baukonzepte wurden vorgestellt. Man spricht von einem jährlichen Investitionsvolumen von ca. 10 Mrd. Euro.
Bis zur nächsten Bau 2011 wird die Bauwirtschaft sicherlich so manche Veränderungen erleben. Das optimistische Stimmungsbild der Bau 2009 sollte uns bei den neuen Aufgaben Mut machen.

 

In alter Frische!

Ihr Klaus Schiller


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