"Digitales Bauen" mit der DIN SPEC 91400 und "BIM einfach machen"

"Digitales Bauen" mit der DIN SPEC 91400 und "BIM einfach machen"
Schiller-Blog - Der Schillernde Blick auf die Baubranche

"Digitales Bauen" mit der DIN SPEC 91400 und "BIM einfach machen"

02.02.2015

Wer digital bauen will, braucht digitale Baustoffe. Das „Digitale Bauen“ ist eine Analogie. Im Computer entsteht das Bauwerk als räumliches Bauteilgefüge. Ein modellbasiertes Arbeiten mit den Werkzeugen der Informationstechnologien. Dieses Building Information Modeling war auch auf der Weltleitmesse BAU 2015 in München offenkundig. In der Halle C3 „Bau-IT“ waren die Kürzel BIM und IFC für den nach ISO standardisierten BIM-Datenaustausch fast an jedem Stand zu lesen. Es wurde kräftig im IT-Markt „geBIMmelt“.

Beim „Digitalen Bauen“ wird das virtuelle Bauwerk in einem realen 3D-Modell erstellt. Aber das reale Bauwerk lässt sich noch nicht auf der Baustelle mit einem 3D-Drucker produzieren. Dafür sind reale Bauleistungen erforderlich. „Erst virtuell Bauen, dann real Bauen“. Deshalb gehören BIM und Leistungsverzeichnis zusammen. Schon im Untertitel der neuen DIN SPEC 91400 wird die BIM-Klassifikation und die Leistungsbeschreibung nach STLB-Bau vereint. Denn die raumbildenden Eigenschaften der Bauteile bilden die gemeinsame Schnittstelle zwischen dem digitalen Bauwerk und den realen Bauleistungen.

Die Räume und Bauteile in BIM sind Mengen-Wert-Gerüste. Die Mengen folgen aus der Geometrie der Raum- und Bauteilstrukturen und die Werte aus den Bauteil Eigenschaften. Mengen, Eigenschaften und die Beziehungen der Bauteile sind die Quelle des BIM-Flusses. Er fließt über den BIM-Datenaustausch nach IFC durch die Softwarelandschaften von Anwender zu Anwender. Für eine gleichgesinnte Benutzung ist es deshalb so wichtig die Bauteileigenschaften vom Inhalt her zu standardisieren und mit IFC zu verknüpfen. Dies ist mit der von DIN im Januar 2015 herausgegebenen DIN SPEC 91400 erfolgt. Sie basiert auf der internationalen Norm ISO 16739 (IFC) und dem nationalen Standard STLB-Bau.

Normen und Standards sind maßgebend. Entscheidender aber ist, dass sie angewendet werden und vor allem dem Anwender auch Nutzen bringen. „Der Nutzen der Normung“ ist eine Leitidee von DIN. Dementsprechend wurde unter dem Motto: „BIM einfach machen“ mit der DIN SPEC 91400 diese in einer Form von BIM-Live praxisnah auf der DIN-Veranstaltung am 20.Januar anlässlich der BAU 2015 demonstriert. Die Marktreife hat sichtlich überrascht und demzufolge gab es eine reichliche Nachfrage. Es wurde deutlich, dass modellbasiertes Arbeiten auch anwendungsbereiter modellbasierter Daten für Bauteile, Leistungen, Kosten, Fachwissen, etc. bedarf.

Die „digitalen Baustoffe des BIM-Lebens“ sind über die Bauteileigenschaften verkettet. Sie haben konkrete Bezüge auf Regeln der Technik, Bauprodukte, Bauleistungen, Kosten und Mengen. So ergibt sich ein Netzwerk von Daten, die einfach in die Arbeitsprozesse von BIM zu integrierten sind. IFC-konform und webbasiert bieten wir dafür mit DBD-BIM eine digitale Infrastruktur mit baufachlich verknüpften Inhalten. So bestäuben die „DBD-BIM Bienen“ nicht nur das IFC-Modell, sondern liefern auch konkret vernetztes interdisziplinäres Fachwissen.

DBD-BIM beinhaltet die DIN SPEC 91400 und über eine Online-API (http://api.dbd-online.de) ist es nahtlos in BIM-Software integrierbar. Im März 2015 beginnt die Web-Lieferung von BIM bezogenen baufachlichen Inhalten in Deutsch und in Englisch. Prozessintegriert werden schon die Anwender von Autodesk Revit® diese integralen BauDaten über ein bereits funktionierendes DBD-BIM-Plug-In projektindividuell nutzen können.

In alter Frische

Ihr Klaus Schiller

Zum Download: Vortrag - BIM einfach machen mit DIN SPEC 91400 (pdf)


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